KUMITA ist bekannt als Handy Ratgeber und für interessante Technik News. Doch heute einmal die etwas andere Version von “Technik macht es möglich”, abseits von Apples iPad und iPhone:
Bei den Förderungen wird das Energiesparhaus in verschiedene Kategorien unterteilt, die sich danach richten, welche Energiemenge man pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche zuführen muss. Die absolute Krönung ist dabei das Nullenergiehaus. Natürlich ist es nicht so, dass ein solches Gebäude tatsächlich Null Energie benötigt. Das ist nach dem heutigen Stand der Technik gar nicht machbar. Vielmehr geht es beim Nullenergiehaus um die Energiebilanz.
Von einem Nullenergiehaus spricht man immer dann, wenn die vom Gebäude benötigte Energiemenge innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, der in der Regel ein Kalenderjahr beträgt, geringer ist als die Menge an Energie, die dem Haus im gleichen Zeitraum zugeführt werden muss. Das bedeutet, dass ein Gebäude nur dann als Nullenergiehaus bezeichnet werden kann, wenn es über eine eigene Anlage zur Stromproduktion verfügt.
Natürlich ist es dabei logisch, dass man auf die Energieträger setzt, die von Mutter Natur kostenlos zur Verfügung gestellt werden und deren Quelle unerschöpflich ist. Das ist bei der Sonne auf jeden Fall noch einige Millionen Jahre so. Deshalb findet man auf dem Energiesparhaus und erst recht auf dem Nullenergiehaus eine Solaranlage. Sie besteht sowohl aus Modulen, mit deren Hilfe Wärme gewonnen wird, als auch aus solchen, mit denen man Elektroenergie gewinnen kann.
Komplett unverzichtbar bei einem Nullenergiehaus, aber auch beim Energiesparhaus, die thermische Isolieenerrung. Hier kann der Architekt schon bei der Konstruktion des Hauses zum Beispiel mit mehrschaligem Mauerwerk und mit kleinen Fluren in den Eingangsbereichen dazu beitragen. An den Fassaden kann die Wärmedämmung zusätzlich durch vorgebaute Kunststoffflächen verstärkt werden. Ähnlich intelligente Lösungen gibt es auch für das Dach und die Bodenplatte. Außerdem sollte man bei einem Energiesparhaus auch nicht an den Fenstern und Türen sparen, denn das sind fast immer die thermischen Schwachstellen der Gebäude. Im Nullenergiehaus werden hier komplett nur Exemplare mit Dreifachverglasung oder Scheiben mit Solarbeschichtung verwendet.
Auch die Abluft und das Abwasser geben ihre Wärmeenergie nicht ungenutzt an die Umwelt ab. Sie wird ihnen bereits vor dem Verlassen des Hauses entzogen und dem Heizkreislauf wieder zugeführt. Dieser kann bei einem Energiesparhaus beispielsweise auch zusätzlich durch Erdwärmepumpen unterstützt werden, die umgekehrt an heißen Sommertagen auch für die Kühlung der Frischluft sorgen und so den Effekt einer intelligenten und umweltfreundlichen Klimaanlage mitbringen.

