Kostspielige Lockangebote für Kinder
11.01.2009
Dass Kinder und jugendlich einen großen Anteil am Markt haben, hat sich bereits in den letzten Jahren gezeigt. Immer mehr Angebote werden auf diese Zielgruppe ausgerichtet.
Auch auf dem Mobilfunkmarkt werden Kinder immer mehr berücksichtigt. Größtenteils handelt es sich hierbei aber nicht um Handys, die speziell für Kinder ausgerichtet sind, sondern um vermeintliche “Services”. Diese “Services” bieten unerfahrenen Internet- und Handynutzern (als eine einigermaßen sichere Alternative für letzere gilt ein Kinderhandy ) zum Beispiel Hausaufgabenhilfe, Basteltips oder Hinweise für Freizeitaktivitäten. Auch Pflegetips für Haustiere oder Fernsehprogrammhinweise sind zu finden. Gelockt werden die jungen Nutzer meist durch Comic-Figuren oder Haustiere. Die Hausaufhabenhilfen sind jedoch nur gegen eine Pauschalgebühr zu erhalten, Basteltips werden nur im Abonnement versendet und auch die restlichen Angebote sind nicht gratis.
Auf die Kosten wird aber nicht aufmerksam gemacht und ist man erst einmal für einen solchen Service angemeldet, stehen hohe Kosten bevor. Eltern können allerdings auch dann noch etwas dagegen tun:
Denn ohne Einwilligung der Eltern dürfen Kinder und Jugendliche keine Verträge abschließen. Sie sind nicht geschäftsfähig. Wenn Minderjährige jedoch einen solchen Dienst abonniert haben, sollten Eltern dem Anbieter sofort schriftlich mitteilen, dass sie mit dem Vertragsabschluss nicht einverstanden sind. Obwohl der angebliche Vertrag nicht rechtsverbindlich ist, können Eltern vorsorglich widerrufen. Damit erkennen sie den Vertrag nicht als geschlossen an. Alle Zahlungsaufforderungen sollten außerdem ignoriert werden und alle Briefe und Dokumente aufgehoben werden. Im Notfall ist es außerdem möglich, sich an eine Verbraucherzentrale zu wenden.

