Integration von Arcor in Vodafone vorgezogen
03.12.2008
Dass es sich bei dem Festnetz- und DSL-Anbieter Arcor um ein Tochterunternehmen des Mobilfunkbetreiber Vodafone handelt, dürfte den meisten Kunden bekannt sein – dass Arcor in ferner Zukunft unter dem Namen Vodafone vermarktet werden soll wohl eher weniger. Ursprünglich sei ja auch eine Frist von “circa zwei Jahren” geplant gewesen, so der deutsche Vodafone-Chef Friedrich Joussen. In so ferner Zukunft wie anfangs angekünfigt liegt diese Zusammenlegung jedoch nicht mehr. Bereits anfang 2009, spätestens aber im April, sollen alle Arcor Filialen, Angebote und Festnetz- sowie DSL-Anschlüsse unter dem Namen Vodafone laufen.
Der Termin sei so drastisch vorgezogen worden, da die Gewinne der Mobilfunkbetreiber im letzten Quartal stark nachgelassen haben. Von der Zusammenlegung verspricht sich Vodafone eine Einsparung der Kosten im Kampf um Neukunden, der sich auf dem hart umkämpften DSL-Markt als schwierig und sehr aufwändig gestaltet. Auch doppelte Werbeausgaben fallen dadurch weg.
Die universalität des Konzerns soll durch die Zusammenlegung ebenfalls gestärkt werden, denn seine Position als Komplettanbieter wird dadurch gestärkt. Arcor ist mit 14% Marktanteil bereits jetzt zweitgrößter DSL-Anbieter nach der Telekom. Durch Zusatzangebote, die jetzt auch im Mobilfunkbereich möglich sind, soll dieser Anteil nun vergrößtert werden.
Laut Joussen werde das geplante Universalangebot von Mobilfunk, Festnetz und DSL schon jetzt besonders von Geschäftskunden gelobt.

