SMS-Preis im Ausland soll sinken
30.11.2008
Urlauber können aufatmen: Bereits vor der Urlaubs-Saison 2009 sollen die Preise für SMS im Ausland sinken.
Die EU-Kommissarin Vivanne Reding hatte schon seit langen Vorschlag über eine eine allgemeine, europaweite Senkung der Preise für SMS und Telefonate eingereicht und bereits erste Erfolge gehabt: Im September wurde der Maximalpreis für grenzüberschreitende Gespräche innerhalb Europas auf maximal 56 Cent pro Minute festgelegt, der 2009 um weitere fünf Cent sinken wird.
Jetzt kam es in der EU-Kommission auch zur Abstimmung über die SMS-Preise. Laut Financial Times Deutschland haben die Telekommunikationsminister der EU den Vorschlag Redings am Donnerstag einstimmung angenommen. Für einen endgültigen Entschluss ist daher nur noch die Zustimmung des EU-Parlaments nötig, bevor dann im ersten Quartal die neue Regelung in Kraft treten soll. Eine SMS wird dann auf maximal 13 Cent inklusive Mehrwertsteuer begrenzt sein.
Kritiker gibt es dazu eine ganze Hand voll. Viele Netzbetreiber befürchten, dass durch niedrigere Gewinne die Ausbauarbeiten an Netzen leiden könne, was dann zu sinkende Qualität bei den Telefonaten führen werde. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer der BITKOM – des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien – sagte dazu: “Offenkundig will die EU systematisch testen, wie weit sie die Wirtschaft mit Preisdiktaten belasten kann.”

