Widerstand im Iran per SMS
17.01.2010Seit der umstrittenen Widerwahl des Präsidenten von Iran – Mahmud Ahmadinedschad wächst die Opposition stetig. Die Regierung hat dagegen natürlich längst Maßnahmen ergriffen und alle oppositionistischen Zeitungen, Internetseiten oder Radiosender geschlossen. Die Oppositonspartien organisieren sich also im Untergrund.
Telefonate werden schon längst überwacht, weswegen die Oppositionisten E-Mails und SMS als Kommunikationsmittel verwenden. Aber genau das soll jetzt verhindert werden.
Während Demonstrationen wird beispielsweise das komplette Mobilfunknetz lahmgelegt, oftmals reicht das aber nicht aus, denn die Demonstrationen an sich lassen sich damit nicht mehr verhindern. Bald soll aber auch in den SMS- und E-Mail-Verkehr direkt eingegriffen werden können.
Dies geschähe auch zum Nachteil ausländischer Journalisten, für die die SMS oder E-Mail die einzighe Möglichkeit darstellt, an Informationen aus den Krisengebieten zu gelangen, da die Regierung alles andere verboten hat.

