Mordverabredung per SMS
12.03.2009
Zum Auftakt eines Prozesses in Stendal hat sich der 24-jährige Angeklagte, der im Verdacht wegen Verabredung zum Mord steht, am Dienstag vor dem Landgerichtzur Tat geäußert. Das Gericht überprüft nun, ob er seine Pläne ernsthaft in die Tat umsetzen wollte. Er war nämlich zuvor bei einer Frau mit einem Wunsch nach einer sexuellen Beziehung abgeblitzt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Laut Anklage soll der Angeklagte daraufhin per SMS mit einem Komplizen – einem ehemaligen Lebensgefährten der Frau – einen sexuellen Missbrauch und Mord an ebenjener Frau für den 15. Mai 2008 verabredet haben. Ihr Leichnam sollte anschließend in einem Müllsack entsorgt werden. Der Komplize wandte sich daraufhin allerdings an die Polizei.
Bereits vier Zeugen wurden am ersten Verhandlungstag vernommen. Dazu zählen der Komplize, zwei Polizisten und ein Sachverständiger. Erst am Mittwoch kommender Woche soll der Prozess fortgesetzt werden. Aller Voraussicht nach könnten dann die Plädoyers gehalten werden, wann das Urteil gefällt werden wird, ist noch unklar. Sollte der Angeklagte allerdings wegen Verabredung zum Mord schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

