KGB – neue Gründung, anderer Zweck
26.01.2009
In New York bietet eine Firma unter dem Namen KGB (Knowledge Generation Bureau) Informationsdienste per SMS an. Dabei spielt der Firmentitel auf den ehemaligen sowjetischen Geheimdienst an.
Der sowjetische Geheimdienst KGB (Komitet Gossudarstwennoy Besopasnosti) ist nun schon seit über 17 Jahren nicht mehr in Betrieb und dennoch ist vielen Menschen die Abkürzung ein Begriff. Diese Bekanntheit hat sich eine New Yorker Firma zum Vorteil gemacht, das “kgb” steht in diesem Fall aber für “knowledge generation bureau”. Die Firma bietet einen Informationsservice per SMS an. Kunden können per SMS eine Frage an die Firma senden. Diese SMS muss an die Nummer 542542 (entspricht der Kombination: kgbkgb) geschickt werden. Ein “Spezialagent” der Firma nimmt sich der Frage an, sucht Antworten und sendet diese dann per SMS zurück. Der Service kostet den Kunden 50 Cent pro SMS.
Laut kgb-Chef Bruce Stewart wurden allein letztes Jahr über eine Milliarde SMS-Fragen eingesendet und zu fast 100% beantwortet. Die Antwort kann manchmal auch ein bisschen dauern, denn die Antwortzeit hängt von der Schwierigkeit der Frage ab. Da es in den USA nämlich mit Yahoo Mobile Search, Cha Cha und Google’s SMS Service auch einige ähnliche Dienste gibt, die ihren Service jedoch gratis anbieten, will sich Stewart hervorheben, indem er mit seiner Firma die Fragen seiner Kunden möglichst detailiert beantwortet und die Informationen sorgfältig prüft. So soll der Kunde auch eine entsprechende Gegenleistung für seine Bezahlung erhalten.
Zusätzlich zum mobilen Angebot hat kgb auch eine kgb- Apple-Applikation herausgebracht, die es iPhone kunden einfacher macht, den kgb-SMS-Service zu nutzen.
Auch eine kgb-Web-Suche ist geplant, die sich allerdings noch in der Testphase befindet. Auch hier soll sich kgb von allen anderen Services durch detailierte und geprüfte Ergebnisse hervorheben und sich so Vorteile auf dem Markt verschaffen.
Der sowjetische Geheimdienst KGB (Komitet Gossudarstwennoy Besopasnosti) wurde am 6. November 1991 aufgelöst und durch zwei separate Einrichtungen ersetzt: Den neu gegründeten föderalen Sicherheitsdienst FSB und den Auslandsnachrichtendienst SWR.

