Handy am Steuer: 21 Monate Haft
04.02.2009
Eine einundzwangigjährige Britin verursachte im November einen Verkehrsunfall, weil sie ihr Handy am Steuer benutzte. Jetzt wurde sie zu 21 Monaten Haft verurteilt.
Bei der Gerichtsverhandlung im Dezember 2008 schilderte die junge Kellnerin Philippa Curtis, sie sei bereits vor Aufbruch zu ihrer Reise sehr aufgedreht gewesen. Deswegen habe sie bis zum Unfall mehr als 20 SMS empfangen und gesendet. Als sie dann ein Telefonat führte und dieses beendete, prallte sie mit 113 km/h auf ein stehendes Auto auf, dessen Besitzerin eine Reifenpanne gehabt hatte und gerade das Rad wechselte. Die 24-jährige Victoria McBryde, besitzerin des Autos mit der Reifenpanne, kam dabei zu Tode. Curtis’ Auto drehte sich um die eigene Achse, landete auf der Gegenspur und rammte dabei zwei weitere Fahrzeuge.
Richter Julian Hall bezeichnete Curtis’ Handeln als eine “Dummheit und Wahnsinn”, die schlimme Folgen für McBryde und ihre Familie gehabt habe. Obwohl Curtis dem Gericht in Oxford sagte, dass sie es akzeptabel finde, beim Fahren ihr Handy zu benutzen, beteuerte sich doch, dass es ihr leid tue. “Ich kann gar nicht beschreiben, wie schlecht ich mich fühle”, sagte Curtis im Prozess.
Sie wurde nun zu einer Haftstrafe von 21 Monaten verurteilt. Außerdem hofft der Richter, dass dieser Vorfall ein Mahnmal für andere Personen sei, die ebenfalls ihr Handy am Steuer benutzten. Selbst die beste Autoversicherung wie z.B. die von Allianz24 hilft bei solch einem Verschulden nichts und wir können jedem davon abraten das Handy am Steuer zu verwenden.

