Druck auf Tauss wegen SMS
11.03.2009
Jörg Tauss, ein Politiker der SPD, soll per SMS Kinderpornos von einem Kontaktmann angefordert haben, die gefundenen Handynummern lassen eindeutig auf ihn schließen. In spätestens einer Woche soll er vernommen werden.
Bei ihren Ermittlungen gegen Verbreiter von kinderpornographischem Material überführte die Kriminalolizei einen Mittelsmann in Bremerhaven, der vielen Leuten Kinderpornos verkauft haben soll. Auf seinem Handy wurden auch Kurzmitteilungen gefunden, die sich eindeutig auf das Handy von Jörg Tauss zurückverfolgen lassen. Mit diesen Kurzmitteilungen soll der Politiker kinderpornographisches Material angefordert haben. Auch seien Begriffe wie “geil” in den SMS vorgekommen.
Nun soll Tauss vernommen werden. Dies kann allerdings noch einige Zeit dauern, da für Ermittler an oberster Prioriät die Auswertung des Beweismaterials steht. Dies ist schließlich die Grundlage für die Anklage gegen den Mittelsmann und alle Kunden. Bei einer Hausdurchsuchung im Juli 2008 stellten die Behörden bei ihm drei Handys und einen Computer sowie diverse Unterlagen sicher.
Unter den 51 Kontakten, die auf dem Handy des Täters gespeichert waren, befand ich aus Tauss’ Nummer. Zwischen Oktober 2007 und Juli 2008 sollen 23 Kontakte per SMS und MMS zwischen den beiden geherrscht haben. Auch soll der Bremerhavener einen Datenträger an Tauss geschickt haben. Dieser wurde bei einer Durchsuchung von Tauss’ Wohnung sichergestellt.
Tauss sagte dazu allerdings, er besitze diesen Datenträger in seiner Tätigkeit als Abgeordneter. Weitere Verhöre und Verhandlungen sollen folgen.

