China spioniert SMS aus
24.01.2010
Wer in China SMS mit anstößigem oder verbotenem Inhalt versendet, dem kann es in Zukunft schnell an den Kragen gehen – China hat seine Überwachung nämlich ausgeweitet.
Die größten Mobilfunkanbieter Chinas haben offenbar damit begonnen, SMS zu filtern und mitzulesen, sodass Inhalte direkt auf deren Verfasser zurückgeführt werden können. Dies geht aus Berichten der chinesischen “Global Times” hervor. Diesen zu Folge überprüfen sowohl der größte Mobilfunkanbieter Chinas, China Mobile, als auch China Unicom die SMS ihrer Kunden auf verbotene Inhalte.
Werden in einer SMS bestimmte Schlüsselbegriffe gefunden, wird diese sofort an die Polizei weitergeleitet. Für die Zeit, die zur Untersuchung benötigt wird, wird der Versand von SMS sowie das Telefonieren für den Verdächtigen gesperrt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, die SMS also “schlüpfrige” oder systemfeindliche Begriffe enthalten, so wird die Handynummer des Verdächtigen gelöscht, sodass er vom Mobilfunknetz getrennt ist.
Sollten in Zukunt wirklich alle SMS auf pornographische, anstößige oder terroristische Inhalte überprüft werden, so stehen die Konzerne einer großen Menge an SMS gegenüber. Derzeit werden täglich etwa 1,7 Milliarden SMS versendet. Wie dies gelöst werden soll, dazu hat sich bisher noch keiner geäußert, doch gibt es schon Berichte über Vorfälle, bei denen Mobilfunknutzer auf Grund anstößiger Inhalte von SMS vom Mobilfunknetz getrennt wurden.

