Mobiles Internet
24.02.2009
Dass das Internet als Medium auf dem Vormarsch ist, zeigt sich bereits seit vielen Jahren. Immer schneller werdene Internetverbindungen und die steigende Anzahl online abwickelbarer Services hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Nun ist ein weiteres Medium im Wachstum, quasi ein Ableger des Internets: Das mobile Internet.
Mit dem mobilen Internet ist die Möglichkeit gemeint, auf Daten aus dem World Wide Web zuzugrifen, ohne dabei die Telefonleitung oder andere Kabelverbindungen nutzen zu müssen, sondern Funktechniken, die später noch erläutert werden.
Erste maßgebende Schritte, die das mobile Internet so populär werden ließen, war die Entwicklung des UMTS-Prinzips im Jahre 2002, die eine nutzbare Datenübertragungsrate von minestens 300 Kilobytes pro Sekunde zur Verfügung stellte. 2006 wurde auf dem UMTS-Prinzip basierend dann die HSDPA und HSUPA-Techniken entwickelt, die Datenraten von bis zu 7,2 Mbit pro Sekunde ermöglichen.
Die Beliebtheit des mobilen Internets zeigt sich nicht nur bei Journalisten, sondern auch bei Privatnutzern. In Österreich zum Beispiel verfügen ca 30% der Bevökerung über einen HSDPA-Anschluss.
In den meisten modernen Mobilfunkgeräten ist ein Empfänger für mobiles Internet bereits integriert, ebenso wie ein Webbrowser. Größere Popularität erhielt das mobile Internet durch das von Apple entwickelte iPhone 3G, das die Benutzung des mobilen Internets komfortabler machen sollen.
Viele Notebooks und Computer können mit sogenannten UMTS-Cards oder UMTS-Sticks ausgerüstet werden, das sind Karten oder USB-Sticks, die dem Gerät ermöglichen, auf das mobile Internet zuzugreifen.
Die wichtigsten Zugangstechniken für mobiles Internet werden im Folgenen erläutert:
GPRS
Der älteste paketorientierter Übertragungsdienst wurde früher oft im Bereich des Mobilfunks eingesetzt. Die GPRS-Technik ermöglichte in der Praxis eine Datenübertragungsrate von bis zu 55,6 kbit/s und war daher noch stark verbesserungswürdig.
Diese Technik dient zur Erhöhung der Datenrate des GPRS. Mit EDGE werden GPRS zu E-GPRS (Enhanced GPRS) erweitert. Dies bewirkt eine Steigerung der Datenrate auf bis zu 236,8 kbit/s.
Eine weitere Möglichkeit des mobilen Internets stellt das 2002 entwickelte UMTS dar, das Datenübertragungsraten von mindestens 300 kbit/s liefert. Mit der Erweiterung HSDPA sind Downloadraten von 7,2 Mbit/s möglich. HSUPA erhöht zusätzlich die Uploadrate auf bis zu 1,45 Mbit/s.
Eine weitere Möglichkeit ist das WLAN. Über sogenannte Hotspots, also Punkte, an denen eine Internetverbindung mit offenen WLAN-Ports besteht, kann man sich mit seinem Notebook oder Handy auch unterwegs in das Internet einwählen. In den meisten Hotels, Bahnhöfen, Flugplätzen usw. werden heute kostenpflichtige oder sogar kostenfreie Hotspots angeboten.
LTE / HSOPA
Die LTE-Technik soll den Mobilfunkanbietern einen kostengünstigen mobilen Internetanschluss mit den Möglichkeiten von UMTS über HSDPA und HSUPA bis hin zu LTE ermöglichen. LTE unterstützt im Gegensatz zu UMTS mehrere verschiedene Bandbreiten, was ihm ermöglicht flexibel mit unterschiedlichen Zielen eingesetzt zu werden. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona zeigte Ericsson 2008 erstmals eine Ende-zu-Ende-Verbindung mit LTE und auf kompakten Mobilgeräten. Es wurden Datenraten von 25 MBit/s erzeugt.
WiMAX wird als mobile Alternative zu DSL-Leitungen und UMTS-Verbindungen diskutiert. Dabei würde eine Basisstation in städtischer Umgebung platziert und könnte in einem Umkreis von zwei bis drei Kilometern fungieren. Wie bei UMTS müssen sich alle beteiligten Nutzer die zur Verfügung stehende Bandbreite teilen.
Die Möglichkeit, per Satellit auf das Internet zuzugreifen, wird z. B. von Journalisten, Wissenschaftlern, Hilfsorganisationen, in entlegenen Gegenden verwendet. Die Kosten sind jedoch hoch und die Geschwindigkeit relativ gering.

