Immer mehr verschuldete Teenager
16.11.2008
Ein Handy ist ein praktisches Gerät: Man ist überall ereichbar, kann im Notfall hilfe rufen und mit anderen Leuten in Kontakt bleiben. Handys lassen sich außerdem längst als Kamera, MP3-Player, Terminplaner und vieler mehr nutzen. Mit diesen Argumenten überzeugen auch viele Teenager ihre Eltern, die beim Kauf eines Handys für ihre Kinder gar nicht wissen, welcher Gefahr sie ihre Kinder aussetzen und diese selbst ahnen auch nichts davon.
Doch genau das wird immer mehr Teenagern zum Verhängnis. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass die Zahl der verschuldeten Jugendlichen drastisch gestiegen ist und daran ist zu 90% das Handy schuld.
Gründe dafür gibt es mehrere:
- Zum einen setzen sich die Jugendlichen ohne die Hilfe der Eltern keine Grenzen im Telefonier- und SMS-Verhalten und so steigen die Kosten schnell auf 40 oder 50€.
- Klingelton- und sonstige Handywerbung beinhaltet zu 99% Abonnements, die dann am Montasende abgerechnet werden.
- Immer mehr Kinder werden von Eltern mit Verträgen ausgestattet, die natürlich kein Limit bieten.
Wenn dann am Monatsende die Rechnung kommt, ist es schon zu spät, denn dann muss gezahlt werden. Des weiteren haben Abos meist eine Kündigungsfrist von mindestens einem Monat, sodass man diese noch mindestens einen weiteren Monat beziehen muss. Dabei ist es gar nicht so schwer, sich und seine Kinder vor solchen Fallen zu schützen. Ein paar Tips im Folgenden:
- Klingelton- und andere Handywerbung beinhalten eigentlich immer versteckte Kosten (bis zu 5€ pro Woche), also sollte auf eine Nutzung dieser grundsätzlich verzichtet werden.
- Neue Klingeltöne kann man sich im Internet runterladen, denn dort besteht die Möglichkeit, sich über die Geschätsbdingungen des Anbieters genau zu informieren. Außerdem unterstützen die meisten neuen Handys die Real-Tone Funktion, das heißt, man kann eine MP3-Datei auf das Handy laden und diese als Klinelton konfigurieren.
- Eltern sollten von Verträgen für ihre Kinder absehen. Diese bieten Schwierigkeiten in der Kontrolle. Eine nützliche Alterantive für Jugendliche sind Pre-Paid Handys. Sobald das Guthaben aufgebraucht ist, kann das Handy nicht mehr genutzt werden und somit können auch keine Schulden entstehen.
- Das nutzen von Free-SMS-Diensten wie kumita.de kann die SMS-Kosten senken. Solange man sich zu Hause aufhält, bieten diese also eine kostengüstige Alternative.
- Eltern sollten sich vor Aushändigung des Handys mit ihren Kindern zusammensetzen und diese über Gefahren, versteckte Kosten, Telefonierverhalten und ähnliches aufklären. Die Kinder entwickeln so gleichzeitig noch einen Sinn für wirtschaftliche Verhältnisse.

